5 Milliarden Schweizer Franken?!

das tönt nach viel ist aber eigentlich nur 4% der jährlichen Ausgaben der Schweiz. Diese gewaltige Summe (700 Fr. pro Einwohner) darf das Militär verprassen.

Nun durfte ich als „grünes Männlein“ Einrücken, und darf sehen wo das Geld hinfliesst. Da ich als Sekretär ausgehoben wurde, kann ich einiges sehen das den meisten Rekruten verborgen bleiben dürfte.
Das die Arbeitsmoral in der Armee natürlich beschissen ist, wird jedem klar sein. Warum man auf einer Milizarmee pocht ist mir ein Rätsel die Produktivität ist ja nun mal NULL. Der Volkswirtschaftliche Schaden dagegen ist enorm. Wieso? „höret und staunet“

Also wie gesagt, ich bin Sekretär. Wir machen alle Dienst im AAL (Armee Ausbildungszentrum Luzern) wir kommen mit geheimen Akten in Kontakt (darüber sprechen darf ich natürlich nicht, würde ich auch nie tun, würde auch niemanden interessieren) und mit den ganz hohen Tieren in der Armee.
Im allgemeinen sind die Vorgesetzten hier sehr nett und man kommt gut mit ihnen aus. Der der hier betrieben wird können wir mitgeniessen, damit gibt’s ja auch kein Problem, immerhin sind das die höchsten Militärs hier, und hier wird die „Führung“ von Morgen ausgebildet.
Naja soweit so gut, doch was hier so abläuft ist wirklich unglaublich:

Sekretäre sind ja nicht die dümmsten in der Armee, wir beherrschen Word und Excel, und Moorhuhn und... also kann man uns ja auch anspruchsvolle Jobs übertragen. Wie zum Beispiel der Auftrag eines Oberst (Name bekannt) der einem Sekretär den Auftrag gibt seinem Rotzlöffel die Arbeit zu seinem Beckerdiplom zu erleichtern. Was? Ja, ein Sekretär hatte den Job, alles abzutippen und gut darzustellen, damit der Herr durch seine Prüfungen kommt.

Nagut so ein Soldat ist ja günstig, aber da hätten wir garantiert schon wieder 100 Fr. gespart. und die sind ja wohl wirklich nicht nützlich ausgegeben. Gut hier gibt’s wirklich nicht viel zu tun, die Hälfte der Personen im AAL könnte man einsparen und sogar dann hätten nicht alle einen 100% Job. sagen wir 20 Personen einsparen über 1 Jahr... und schon haben wir 1 Million Franken gespart. Dann sind die Leute meist nur zwei bis drei Wochen da, wenn man dies durch richtige Angestellte machen würde, dann müssten auch nicht jede zweite Woche die Leute neu instruiert werden.

oder ein Extrembeispiel:
Jemand rückt Freitag 1000 Uhr ein, kann am Nachmittag um 1800 Uhr spätestens nach Hause, kommt Sonntagabend zurück ins AAL, und geht am Montag wieder nach Hause und kriegt vier Diensttage gutgeschrieben, und den Lohn und Sold dazu auch!

Muss das sein?

Stichpunkt Material.
Als Sekretär hat man hier auch Zugang zum Büromaterial, bzw. wir sind jene die das Material herausgeben. Aber ob man es glaubt oder nicht hier wird nicht mal Buch geführt was raus geht. Es kann nicht gesagt werden wer wieviel bezieht, also kann auch der Verbrauch nicht aufgeschlüsselt werden.

Warum ist der Verbrauch so hoch?
Ganz einfach wenn man auf jedem Stockwerk einen Kopierer hat, in jedem Zimmer einen Farblaser und einen Tageslichtbeamer... dann sind die Verbrauchskosten auch entsprechend. Vor allem wenn mit dem Beamer es auch möglich ist Fernseh zu schauen (Kabelfernsehen) und nicht nur die Präsentationen über irgendwelche Strategien.

Jetzt nur noch die Frage, warum das ganze hier? In der Schweiz ist das Bedürfnis nach Sicherheit immernoch vorhanden was auch verständlich ist, aber von hier kann man sich keine grosse Hilfe erwarten. Es gibt hier zwar auch Themen über Katastrophenschutz. Ob es Strategien gegen Terrorismus gibt kann ich nicht sagen, aber aus meiner Erfahrung würde ich sagen „NEIN“. Hier werden Taktiken gelehrt wie sie in klassischen Kriegen vorkommen, die es heute einfach nicht mehr gibt. Die Szenarien sind Weltfremd und nicht mehr Zeitgerecht.
Die künftigen Rekruten werden nicht motivierter sein als die Heute, und aus so einer Truppe kann nix mehr werden. Die Unlust ist omnipräsent, keiner würde hier ein Haar opfern um mehr zu tun als unbedingt erforderlich.
Das lustigste daran ist das dieser Text im Militär entstanden ist weil ich mal wieder viel viel Freizeit hatte... achja übrigens wir sind hier jetzt zu fünft in einem Büro, ich schreib den Text hier zwei lesen Zeitung und zwei sind am Computerspielen...

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